Trenntoiletten FAQ


Hier findest du (hoffentlich) alle Antworten auf deine Fragen.

Falls doch noch eine Frage offen ist, dann schreib uns!

Dein Kildwick-Team


Ansatz im Feststoffbehälter – Wie richte ich den Feststoffbehälter richtig ein?

Vor der Inbetriebnahme deiner Kildwick Toilette solltest du folgendes beherzigen: Achte darauf, dass der Feststoffbehälter stabil steht. Stülpe eine Tüte (L: Tüten) in den Behälter. Wir empfehlen, zwei Tüten in den Feststoffbehälter einzulegen. Eine Tüte für die Feststoffe und eine Tüte zur Sicherheit als Auslaufschutz, falls die innere Tüte evtl. doch ein Loch oder einen Riss bekommen sollte. So ersparst du dir bei einem Malheur die Reinigung. Füge nun mindestens zwei Hände voll Einstreu in die innere Tüte. Dies ist die optimale Basis für den ersten Toilettengang.

Arzneimittel und Medikamente – Wirken sich diese auf den Kompostierungsprozess aus?

Diese Frage lässt sich nicht so leicht mit ja oder nein beantworten, da es hier kaum Erfahrungswerte gibt. Sollten Medikamente wie Antibiotika, Hormone o.ä. eingenommen werden, dann kann die Zugabe von Pflanzenkohle helfen, diese wirkt sich positiv auf die Bindung von Schadstoffen aus. Von einem direkten Einsatz zur Düngung von Lebensmitteln (Obst, Gemüse etc.) raten wir jedoch ab.

Asche (Holzasche) – Kann ich diese zur Bindung in den Feststoffbehälter geben?

Asche kann in geringen Maßen durchaus zur Bindung oder Verbesserung des Milieus (siehe auch Fliegen / Ungezieferbefall) beitragen und kann grundsätzlich verwendet werden. Asche wird oft auf dem Kompost entsorgt. Zu viel davon führt jedoch zu einer Überdüngung oder kann Schadstoffe enthalten, die dann von den Nutzpflanzen aufgenommen werden können. Bäume nehmen im Laufe der Zeit Schadstoffe aus dem Boden oder der Luft auf. Durch Verbrennung im Kamin oder Ofen werden die Stoffe nicht neutralisiert, sondern sie verbleiben in der Asche. Deswegen raten wir zu einer sparsamen Verwendung von Asche in der Trockentrenntoilette, auf dem Kompost und bei der Düngung. Du solltest bei der Verwendung auch darauf achten, dass die Brandrückstände ausschließlich von unbehandeltem Holz stammen und nicht von geöltem, lackiertem, Speer- oder Leimholz.

Babywindeln – Können diese im Feststoffbehälter entsorgt werden?

Nein! Babywindeln (Windelhöschen, Trainer und Schwimmwindeln, aber auch Pflegetücher, feuchtes Toilettenpapier oder Hygieneartikel wie Binden, Slipeinlagen, Tampons) gehören auf keinen Fall in den Feststofftank. Auch wenn du die Inhalte des Feststoffbehälters nicht kompostieren willst, solltest du stets schlechten Gerüchen vorbeugen und Hygiene begünstigen. Die Entsorgung von Windeln und den anderen Artikeln erfolgt grundsätzlich über den Hausmüll.

Bakterien – Wozu dienen diese bei der Kompostierung?

Bakterien sowie Pilze, Insekten, Asseln oder Würmer spielen bei der Kompostierung eine entscheidende Rolle. Sie zersetzen die Stoffwechselprodukte und haben somit die Pole Position beim ganzen Kompostierungsprozess.

Basisch oder alkalisch – Welches Milieu hat der Inhalt meines Feststoffbehälters?

Sollten Fliegen deine Trockentrenntoilette besonders attraktiv finden, dann liegt es häufig daran, dass der Inhalt des Feststoffbehälters nicht basisch genug ist. Dies kannst du mit einem pH-Teststreifen (Lackmusstreifen) aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt feststellen. Eine Anleitung, wie du den pH-Wert mit einem Lackmussteifen richtig ermittelst, findest du meist auf der dazugehörigen Verpackung.

Baugenehmigung – Brauche ich eine Erlaubnis für meine Trockentrenntoilette?

Speziell für Kleingärtner ist diese Frage nicht unwichtig. Allgemein darf in allen 16 Bundesländern ohne Baugenehmigung einen Trockentrenntoilette gebaut werden (Änderungen vorbehalten), da diese unter die sogenannten "Genehmigungsfreien Bauvorhaben« fallen – es sei denn, beim Bau wird eine gewisse Kubikmeterzahl überschritten. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich trotzdem eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen örtlichen Planungsbehörde. Diese kann weiterhin auch Auskunft über mögliche Wasserschutzgebiete geben – dort dürfen TTT nämlich nur mit Sondergenehmigung eingesetzt werden, teilweise auch gar nicht.

Beutel – Welche Tüten eignen sich für den Feststoffeimer?

Empfehlenswert sind, egal ob eine Kompostierung angedacht ist, kompostierbare Hygienebeutel oder Beutel aus stabilem Papier für Bioabfälle. Achte beim Kauf der Tüten auf die Kennzeichnung mit der EU-Norm DIN EN 13432. Und wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, dann fordere das Datenblatt der Beutel beim Hersteller an.

Biologische Reststoffe – Was ist das eigentlich genau?

Als biologische Reststoffe bezeichnet man alle organischen Reststoffe aus Garten (Rasenschnitt, Fallobst, Blätter …) und Haushalt (Kaffeesatz, Eierschalen, Obst- und Gemüsereste …), die beispielsweise durch Kompostierung biologisch abbaubar sind.

Bokashi – Was genau ist das?

Bokashi ist ein hochwertiger Dünger, der Begriff kommt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt "fermentiertes organisches Allerlei". Bokashi kann man fertig kaufen oder auch selbst betreiben, hierfür sind bereits Komplettsets im Handel erhältlich. Im Gegensatz zur normalen Kompostierung, bei der Sauerstoff eine große Rolle spielt, wird beim Bokashi-Prozess Sauerstoff ausgeschlossen. Unter der Zugabe von effektiven Mikroorganismen findet eine Fermentierung (milchsaure Vergärung) statt. Die beteiligten Mikroorganismen können auch hygienisch bedenkliches Material (z. B. Kot) hygienisieren.

Boot – Was muss ich mit einer Trockentrenntoilette an Bord beachten?

Die TTT funktioniert als Bordtoilette genauso wie auf dem Festland. Auch hier wird komplett auf eine Wasserzugabe verzichtet und eine Verschmutzung von Gewässern findet nicht statt. Die Entleerung der Behälter erfolgt bequem im nächsten Hafen. Die bisherige Entleerung des Fäkaltanks (derzeit noch kostenlos, wenn man im Hafen eine Nacht liegen bleibt) und auch die Benutzung von Spezial-Toilettenpapier (wie auf herkömmlichen Schiffstoiletten) oder Chemie entfällt. Elektrik oder Pumpensysteme werden ebenfalls nicht benötigt. Eine herkömmliche Bordtoilette ist pflegeintensiv. Mechanische Belastungen gefährden die Dichtigkeit, die Gummidichtungen sollten regelmäßig ausgetauscht und Ablagerungen entfernt werden. Aufgrund des Platzmangels sind die Schläuche aus weichem PVC, denen im Laufe der Zeit der Weichmacher entzogen wird – somit werden die Schläuche porös. Auch klagen viele Bootsbesitzer über unangenehme Gerüche. Dies kann mehrere Ursachen haben, wie z. B. abgestandenes Seewasser, organische Stoffe oder Bakterien in den Schläuchen. Im Vergleich zum Einbau eines herkömmlichen Systems (manuelle oder elektrische Bordtoilette mit Fäkaltank, Chemietoilette oder Vakuumtoilette) besticht die TTT durch ihre deutlich günstigeren Einbaukosten. Zudem braucht man sich mit dem Einbau der TTT keine Gedanken mehr darüber zu machen, ob man gerade gegen irgendwelche Ableitungsgesetze verstößt.

Durchfall – Kann ich meine Trockentoilette trotzdem benutzen?

Ja, definitiv! Solltest du eine Durchfallerkrankung haben, dann empfiehlt es sich, mehr Einstreu zuzugeben, damit die zusätzlich anfallende Flüssigkeit besser gebunden werden kann. Von einer Kompostierung der Feststoffe bei Krankheit sollte jedoch abgesehen werden.

Eigenkompostierung – Was bedeutet das?

Als Eigenkompostierung bezeichnet man den Kompostierungsvorgang durch Kleingärtner und Gartenbesitzer, Gärtnereien oder auch Garten- und Friedhofsämter. Der entstandene Kompost wird an Ort und Stelle kompostiert und verwendet. Er darf nicht weiterverkauft werden.

Entleerung Feststoffbehälter – Wo ist dies möglich?

Der Feststoffbehälter sollte, sofern er nicht der Kompostierung zugeführt wird, an kommunalen Sammelstellen oder über den Hausmüll entsorgt werden. Bitte nicht in die Bio-Tonne geben – dies ist verboten (zumindest in Deutschland). Wenn du auf Reisen bist, hast du auch an manchen Tankstellen die Möglichkeit, deine Behälter zu entleeren.

Entleerung Urinbehälter – Wie und wo kann ich das machen?

Wenn du den Urin nicht als Dünger nutzen willst oder kannst, dann solltest du den Urinbehälter an den entsprechenden kommunalen Sammelstellen oder in eine normale Wasserspültoilette entleeren. Auch einige Tankstellen oder Campingplätze bieten Möglichkeiten zur Entleerung an. Frag am besten das zuständige Servicepersonal. Wenn du auf Reisen bist und es keine der aufgeführten Möglichkeiten zur Entleerung gibt, dann kannst du – im absoluten Notfall! – den Behälter auch in der Natur entleeren. Stell aber unbedingt sicher, dass der Urin weder auf Nutzpflanzen noch in einen Bachlauf, See oder ins Meer gelangt.

Erbrechen – Kann ich die TTT auch bei Erbrechen benutzen?

Ja, auch bei Erbrechen kannst du die Trockentrenntoilette nutzen. Allerdings solltest du dann die Zugabe von Einstreu erhöhen, damit die anfallenden Flüssigkeiten optimal gebunden werden. Wenn es sich dabei um eine Erkrankung handelt, solltest du die Kompostierung dieser Feststoffe vermeiden und den Behälter gut verpackt über den Hausmüll entsorgen.

Erlaubt – Was darf in den Feststoffeimer?

Prinzipiell gilt, dass in den Feststoffeimer nur die festen Ausscheidungen, Streumaterial und recycelbares Toilettenpapier eingeführt werden sollten. Wenn eine spätere Kompostierung angedacht ist, dann können bedingt auch Essensreste (z. B. Kaffeesatz) hinein.

EU-Norm DIN EN 13432 – Welche Bedeutung hat diese Norm für biologisch abbaubare Mülltüten?

Diese EU-Norm für biologisch abbaubare Mülltüten besagt, dass die gekennzeichneten Produkte folgende Voraussetzungen erfüllen müssen: Nach 3 Monaten Kompostierung in einer industriellen Kompostierungsanlage und anschließender Siebung (mit 2 mm Lochung) dürfen vom Produkt nicht mehr als 10 % Restmaterial (bezogen auf die Originalmasse) verbleiben. Die Grenzwerte für Schwermetallbelastung sind einzuhalten und alle Inhaltsstoffe müssen offengelegt werden. Mindestens 90 % des organischen Materials muss sich innerhalb von 6 Monaten (in einem wässrigen Medium) in Kohlendioxid umgewandelt haben. Die Produkte dürfen keine negativen Einwirkungen auf den Kompostierungsprozess haben. Mittels eines agronomischen Tests wird die Auswirkung auf das Pflanzenwachstum überprüft, weiterhin wird ein Ökotoxizitätstest durchgeführt

Fertigkompost – Was genau ist das?

Als Fertigkompost, auch Komposterde genannt, bezeichnet man pflanzenverträgliches Bodenverbesserungsmaterial nach Abschluss der Aufbauphase im Kompost. Speziell bei empfindlicheren Pflanzen empfiehlt es sich, das Material zusätzlich mit Gartenerde oder Sand zu vermischen.

Fliegen – Was kann ich gegen die Plagegeister tun? Brauche ich einen Lüfter?

Ist deine TTT mit einer Lüftung ausgestattet, sollte die die Toilette bzw. der hintere Kotbehälter für Fliegen eigentlich nicht interessant sein. Ein fehlendes Lüftungssystem ist allerdings nicht ausschlaggebend für die Anwesenheit von Fliegen. Sollte es dennoch zu einer Belästigung durch die Hautflügler kommen, dann ist dies meist auf eine unsachgemäße Handhabung zurückzuführen. Bitte prüfe dann Folgendes:

  • Gibt es einen Auslöser für Faul- oder Gärgerüche? Dies könnte der Hinweis auf ein zu saures Milieu, eine anaerobe Zone (Hinweis) oder sogar auf beides sein. Mögliche Ursache: Das Material ist zu kompakt, zu nass ist oder an der Oberfläche gibt es zu wenig Sauerstoffversorgung. Um dies genau zu überprüfen, kannst du mithilfe eines Lackmusstreifens (Apotheke oder Drogerie) den pH-Wert ermitteln. Liegt dieser unter 6,5 empfiehlt sich die Zugabe von kohlensaurem Kalk bzw. Naturkalk, diesen gibt es u.a. im Baumarkt.
  • Auch die Verwendung von möglichst trockenem Rindenschrot (oder Gartenschreddermaterial) mit max. 20 Millimeter Korngröße lockert auf und bindet Flüssigkeit.
  • Die Zugabe von Gesteinsmehl oder kalter Holzasche wirkt ebenfalls gut.
  • Sowohl Stuben- als auch Fruchtfliegen mögen weder Zimtgeruch noch ätherische Öle. Mit einer Zugabe kannst du die Fliegenplage deutlich minimieren.

Frost – Schadet er meiner Trenntoilette?

Bei Frost sollte auf jeden Fall der Urinbehälter geleert werden, denn Urin gefriert bei minus 5 Grad. Solltest du also eine Trockentrenntoilette auf deinem Boot, im Garten oder im Wohnmobil nutzen, dann denke in den kälteren Monaten rechtzeitig daran, den Urinbehälter zu leeren.

Fruchtfliegen – Was kann ich dagegen unternehmen?

Sollten Fruchtfliegen in deiner Trockentrenntoilette ihr Unwesen treiben, dann hat das einen Grund: Der Inhalt des Feststoffbehälters ist zu sauer (siehe pH-Wert) und lockt die Plagegeister an. Hier helfen eine Überprüfung der pH-Werts und unsere empfohlenen Erstmaßnahmen bei Fliegenbefall (Hinweis). Sollte weiterhin keine Besserung eintreten, dann hilft die Zugabe von ätherischen Ölen oder Zimt. Falls die kleinen Fliegen durch ein eingebautes Lüftungsrohr Einzug halten, dann solltest du eine feine Gaze (z. B. einen Nylonstrumpf) über das Rohr ziehen.

Funktionsweise – Wie funktionieren eigentlich Toiletten ohne Wasser?

Gründe, eine Toilette ohne Wasserspülung zu verwenden, gibt es viele. Zum einen kann es am fehlenden Zugang zum Wasser liegen, das betrifft zum einen sogenannte Entwicklungsländer, aber auch (Hinweis Einsatzgebiete TTT) den Garten- und Freizeitbereich in unseren Regionen. Wasserlose Toiletten, in denen Fäkalien (Urin, Kot, Toilettenpapier und Zugabestoffe, wie z. B. Streu) gesammelt werden, um diese Stoffe durch Kompostierung (L: Kompostierung) ohne Schaden in die Natur zurückzugeben (beispielsweise als Dünger), bezeichnet man als biologische Trockentoiletten oder Komposttoiletten. Diese kann man nochmals unterscheiden: Es gibt biologische Trockentoiletten, bei denen die Kompostierung außerhalb erfolgt (meist auf dem Gartenkompost), und Komposttoilettenanlagen mit direktem Anschluss an einen Kompostbehälter (z. B. innerhalb des Hauses). Bei beiden Varianten werden flüssige und feste Ausscheidungen getrennt, denn nur so kann eine unbedenkliche Kompostierung stattfinden. Die Trockentrenntoiletten sind für gewöhnlich nicht größer als eine Toilette mit Wasserspülung. In ihrem Korpus befinden sich zwei Behälter, einer für Urin und einer für Kot. Damit Gerüche und Feuchtigkeit gebunden werden, wird dem Feststoffbehälter Streu zugeführt.

Geruch – Riecht eine Trockentrenntoilette unangenehm?

Bei sachgemäßer Handhabung riecht eine TTT auf keinen Fall unangenehm. Wichtig ist: Urin und Kot sollten immer getrennt abgeleitet werden, denn der beißende Geruch entsteht nur, wenn bei Stoffe zusammenkommen.

Gewohnheiten – Können Männer im Stehen in die TTT urinieren?

Ja, theoretisch ist das möglich. Wir raten davon aber ganz klar ab. Wie auf herkömmlichen Wasserspültoiletten auch empfiehlt es sich stets, Rücksicht zu nehmen: auf andere Mitnutzer und auf die richtige Hygiene.

Hygieneartikel – Was darf nicht in den Feststoffbehälter?

Auf keinen Fall sollten Tampons (auch nicht die aus 100 % Baumwolle), Binden oder andere Hygieneartikel wie Inkontinenzeinlagen, feuchtes Toilettenpapier oder Babywindeln im Feststoffbehälter entsorgt werden. Diese gehören ganz klar in den normalen Hausmüll.

Im Garten – Was gibt es beim Einsatz der TTT im Garten zu beachten?

Der Garten ist wohl der zweithäufigste Einsatzort für eine Trockentrenntoilette. Es gibt unzählige Gartenfreunde, die beispielsweise in Kleingärten ihrem Hobby frönen. Aber auch der fleißigste Gärtner verspürt irgendwann ein dringendes Bedürfnis – wohin nun damit? In vielen Bundesländern wird der Besitz von Trockentoiletten ausdrücklich erwünscht und stellenweise sogar gefördert. In Baden-Württemberg sind Chemietoiletten und abflusslose Sammelgruben sogar verboten. In den Trinkwassergebieten von Berlin sind Trockentoiletten hingegen verboten (Hinweis auf die Trinkwassergebiete von Berlin?). Alles in allem hat die Benutzung einer TTT im Garten aber eine noch viel größere Rolle für das Ökosystem. Aus den Fäkalien (Urin und Kot) kann der schlaue Gärtner, wenn er ein paar einfache Regeln beachtet, den perfekten Dünger gewinnen (Hinweis auf Kompostierung). Viele werden sich jetzt fragen, ob dann im Garten nicht gleich eine Komposttoilette statt einer Trenntoilette eingebaut werden sollte? Die TTT von Kildwick hat gegenüber der Kompostvariante einen erheblichen Vorteil: Sie benötigt kein Strukturmaterial zur Bindung der Flüssigkeiten, da das Flüssige direkt vom Festen getrennt wird. So wird deutlich weniger Bindermaterial benötigt, um letztlich trockenes Fäzesmaterial zu erhalten, d.h. die Kompostierung erfolgt schneller. Auch die Verbrauchskosten für Streu fallen geringer aus als bei einer einfachen Komposttoilette.

Kot – Wieviel produziert eigentlich ein Mensch pro Tag?

Laut einer europäischen Studie produziert jeder Mensch im Durchschnitt 300 g Kot am Tag. (Mischköstler 100–200 g, Vegetarier bis zu 350 g). Diese Masse besteht zu 80 % aus Wasser. Im Jahr kommt ein Mensch somit durchschnittlich auf über 100 kg Kot.

Küchenreste – Können diese im Feststoffbehälter entsorgt werden?

Auch wenn eine Kompostierung angedacht ist, empfiehlt es sich nicht, Küchenreste im Feststoffbehälter zu entsorgen, Stichworte: Ungeziefer und Feuchtigkeit. Zum Wohle deiner Toilette gehören auf gar keinen Fall heiße Speisen, Öle und Fette sowie Fleisch, Fleischreste und Milchprodukte in den Feststoffbehälter.

Magen-Darm-Krankheiten – Kann ich trotz eines Infekts die TTT nutzen?

Ja, auch bei einem Magen-Darm-Infekt kannst du deine Trockentrenntoilette wie gewohnt nutzen. Wir empfehlen dir, in dieser Zeit mehr Einstreu zu verwenden, damit die größere Menge an Flüssigkeit optimal gebunden werden kann. Auf eine Kompostierung dieser Feststoffe solltest du allerdings verzichten.

Periode – Dürfen Frauen die Trockentoilette während ihrer Menstruation benutzen?

Selbstverständlich! Das ggf. ausfließende Blut wird in den Urinbehälter geleitet, hier kann es lediglich zu einer dunkleren Färbung im Kanister kommen. Hygieneartikel sollten selbstverständlich nicht über den Feststoffbehälter entsorgt werden, auch dann nicht, wenn du nicht kompostieren möchtest. So bist du geruchsmäßig immer auf der sicheren Seite.

pH-Wert – Wie wichtig ist dieser für den Feststoffbehälter?

Der pH-Wert im Feststoffbehälter spielt eine wichtige Rolle, er klärt dich nämlich über das basische, neutrale oder alkalische Milieu deiner Trockentoilette auf. Sollten Fliegen oder sonstiges Ungeziefer ein gesteigertes Interesse an deinem Feststoffbehälter zeigen oder unangenehme Gerüche entstehen, dann solltest du den pH-Wert mit einem Lackmusstreifen (Hinweis basisch/alkalisch) kontrollieren und ggf. die erforderlichen Maßnahmen ergreifen.

Rindenschrot – Was ist das?

Rindenschrot kann als Einstreu für den Feststoffbehälter benutzt werden. Im Gegensatz zu Rindenmulch, der zur Unkrautbekämpfung als Mulchdecke für Beete genutzt wird und hierbei keine weiteren Vorteile mit sich bringen muss, wird Rindenschrot staubtrocken getrocknet und gehäckselt, so bleiben wichtige Gerbstoffe erhalten. Beim Kauf solltest du darauf achten, dass der Rindenschrot frei von weiteren Zusätzen ist.

Sperrholz/Birkensperrholz – Warum verwendet Kildwick diesen Werkstoff?

Sperrholzplatten sind extrem formstabil und fest. Dies liegt an ihrer besonderen Herstellungsweise: Dabei werden mindestens drei Lagen Holz, deren Faserverlauf unter einem Winkel von 90 Grad liegt, gepresst und verleimt. Im Gegensatz zu unbehandelten Holzplatten arbeitet Sperrholz kaum noch – es ist somit ein optimaler Holzwerkstoff, zum Beispiel im Möbelbau (L: Bausatz).

Streu/Einstreu – Welche eignet sich am besten für den Feststoffbehälter?

Als Einstreu eignet sich Kleintierstreu, Rindenschrot, Kokosfasern o.ä. Bei allen Streuarten solltest du auf die Herkunft aus nachhaltigem Anbau sowie auf den Verzicht von Zusatzstoffen achten. Ganz ohne Bedenken können wir dir das Kildwick Miscanthusstreu empfehlen – nachhaltig, ohne Zusatzstoffe und 100 % recycelbar. Lies dazu auch unseren Blogbeitrag zum Thema "Die richtige Einstreu", hier erklären wir die verschiedenen Streu- bzw. Einstreu-Arten und erläutern die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Tiny House – Was ist bei einem Einsatz im Tiny House zu beachten?

Tiny Houses werden immer beliebter: Auf einer kleinen Fläche entsteht ein toller funktionaler Wohnraum. Tiny Houses werden gerne als Ferien- oder Gästehäuser auf Privat- oder Freizeitgeländen eingesetzt, aber auch als eigenständige Wohnhäuser von Freunden des Minimalismus genutzt. Für ein Tiny House ist ein Anschluss an das reguläre Wassernetz nicht unbedingt nötig, da es mittlerweile gute Alternativen gibt. Im Bereich der Toilettenbenutzung gibt es mehrere Varianten. Folgende Möglichkeiten einer wasserlosen Ökotoilette eignen sich zum Einbau in einem Tiny House:

  1. Kompost-Toilette
  2. Kompost-Toilettenanlage
  3. Trockentrenntoilette.

Die TTT wird in Tiny Houses am meisten verbaut und dies hat gute Gründe. Nicht jeder Tiny House Besitzer hat die Möglichkeit zur Kompostierung der Feststoffe oder Platz für den Einbau einer Kompost-Toilettenanlage, da diese doch erheblich mehr Einbauvolumen benötigt.

Toilettenpapier – Welches eignet sich am besten?

An sich kann für unsere TTT jedes Toilettenpapier genutzt werden. Empfehlenswert ist natürlich auch hier Papier aus recyceltem Altpapier oder aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Ganz klar nicht zu empfehlen ist Toilettenpapier mit Duft-, Farb- oder desinfizierenden Zusatzstoffen.

Urin – Wieviel davon produzieren wir täglich?

Pro Tag produziert ein Mensch durchschnittlich 1,5–2 Liter Urin.

Urinbehälter – Wie sollte dieser beschaffen sein?

Der Urinbehälter sollte leicht transparent sein, damit du den Füllstand gut kontrollieren kannst. Zudem sollte er stoßfest, wasserdicht und chemikalienbeständig sein. Idealerweise ist er mit einem Schraubverschluss zu verschießen, leicht zu reinigen und er sollte mit Füllung nicht mehr als 25 Kilogramm wiegen.

Verboten – Was darf nicht in den Feststoffeimer?

Auch wenn du nicht kompostierst, sondern deine Feststoffe über den Hausmüll entsorgst (Hinweis Entsorgung Reststoffeimer), dürfen folgende Dinge nicht im Feststoffbehälter landen: - Damenhygieneartikel (Binden, Tampons etc.), auch nicht, wenn diese zu 100 % aus Baumwolle bestehen, feuchtes Toilettenpapier, Babywindeln, Babypflegetücher, Kosmetiktücher / Wattepads, Inkontinenzeinlagen, Exkremente von Tieren, generell Abfälle (bedingt Küchenabfälle, aber nur zu einem sehr geringen Anteil).

Was ist Miscanthus und warum nutzt Kildwick diese Streu?

Miscanthus gehört zur Gattung der Süßgräser und ist auch als Riesen-Chinaschilf oder Elefantengras bekannt. Durch das schnelle Wachstum (mittlerweile auch in Deutschland), den hohen Brennwert und die günstige Kohlendioxidbilanz ist Miscanthus ein optimaler Lieferant für Biomasse oder Einstreu für Tiere. Die Pflanze überzeugt außerdem durch ihre Trockenheit (nach der Verarbeitung unter 15 Prozent) und ihre hunderprozentige Kompostierbarkeit. Aber auch Bienen lieben Miscanthus.

Wasser sparen – Wie viel Wasser spare ich eigentlich mit einer Trockentrenntoilette?

Eine ganze Menge! Ein normales Wasserklosett verbraucht pro Spülgang 3 bis 9 Liter Trinkwasser. Die Verbrauchsmenge ist herstellerabhängig. Am Tag kommen so pro Person schon mal 40 Liter Trinkwasser oder mehr zusammen, die einfach so weggespült werden. Wassersparen schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Kontostand. Auch die Kosten für Abwasser werden beim Einbau einer TTT geringer.

Wohnmobil/Van – Was muß ich unterwegs mit meiner TTT beachten?

Den häufigsten Einsatz von Trockentrenntoiletten gibt es derzeit im Bereich Caravaning. Wie viele Camper mittlerweile auf die TTT umgestiegen sind, ist uns leider nicht bekannt. Klar ist: Es werden immer mehr. Bisher wurden in Wohnmobilen und Vans hauptsächlich Chemietoiletten in Kassenform verbaut. Allerdings muss man hierbei mit einer hohen Leerungsfrequenz rechnen (bei zwei Personen ungefähr alle zwei bis drei Tage). Es müssen Unmengen Sanitärflüssigkeit aufgefüllt werden und die Leerung ist geruchsintensiv und wirklich unangenehm. Die Entleerung von Chemietoiletten kann nur auf einem Wohnmobilplatz erfolgen, dabei wird einiges an Wasser benötigt. Bei Varianten ohne Chemieeinsatz (z. B. Ammonvit) kann es vorkommen, dass sich die Plastikteile unschön verfärben. All diese Punkte fallen bei der Verwendung einer TTT weg. Jeder Wohnmobilliebhaber hat somit die maximale Autarkie. Weitere Vorteile: TTT sind kostengünstig (bei Selbsteinbau), geruchsneutral, umweltfreundlich, sie verbrauchen kein Wasser, lassen sich einfach entsorgen und sind absolut wartungsarm. Ob du dich nun für den Selbstbau oder ein fertiges System entscheidest, bleibt ganz dir überlassen.

Woraus besteht menschlicher Kot?

Der menschliche Kot besteht aus vielerlei Dingen, hauptsächlich aus Wasser, aus nicht resorbierten Anteilen der Nahrung und aus den in der Darmflora lebenden Mikroorganismen. Zu den unverdaulichen Nahrungsanteilen gehören beispielsweise Ballaststoffe, aber auch Reste von Fetten, Stärke, Muskel- und Bindegewebsfasern sowie Wasser. Kot beinhaltet auch Schleim, abgestoßene Darmzellen und Rückstände von Verdauungsenzymen. Die gelblichbraune bzw. dunkelbraune Färbung entsteht durch die Umwandlung von Gallenfarbstoffen. Die Gallenblase produziert Gallensäure zum Schutz der Darmschleimhaut, auch diese wird mit ausgeschieden. Den unangenehmen Kotgeruch bringt übrigens jeder Allesfresser mit sich, also auch der Mensch. Dies hängt mit der Verdauung von Proteinen und Aminosäuren zusammen.