Wie funktionieren Toiletten ohne Wasser?

21.07.2019 18:00

Öfter als man denkt

Eine Toilette ohne Wasserspülung kommt aus verschiedenen Gründen zum Einsatz. In sogenannten Entwicklungsländern oder in abgelegenen Landstrichen (auch in Europa, Kanada, USA etc.) beispielsweise, weil der Zugang zu Wasser nicht möglich ist. Aber auch im Garten-, Privat- und Freizeitbereich wird immer öfter auf wasserlose Toiletten zurückgegriffen. Sie sind hier allerdings keine Muss-Lösung, da eine Anbindung an das örtliche Wasserversorgungsnetz vorliegt. Vielmehr überzeugen Trockentrenntoiletten immer mehr Menschen aus ökologischer und finanzieller Sicht, ohne dabei den gewohnten Komfort einzuschränken.

Komposttoiletten, die ohne Wasser funktionieren, verzichten zugleich auf schädliche Chemikalien, wie sie in herkömmlichen Campingtoiletten zum Einsatz kommen. Zudem ist das Fassungsvermögen gegenüber handelsüblichen Kassentoiletten wesentlich höher.


Wasserlos...


Wasserlose Toiletten in denen Fäkalien – Urin, Kot, aber auch Toilettenpapier und Zugabestoffe, wie z. B. Einstreu – gesammelt werden, um diese Stoffe durch Kompostierung ohne Schaden in die Natur zurückzugeben, beispielsweise als Dünger, bezeichnet man als biologische Trockentrenntoiletten oder Komposttoiletten.

Hierbei kann nochmals unterschieden werden: Es gibt biologische Trockentoiletten, bei denen die Kompostierung außerhalb erfolgt, also z. B. auf dem Gartenkompost. Und es gibt Komposttoilettenanlagen mit direktem Anschluss an einen Kompostbehälter, der sich auch innerhalb des Hauses befinden kann.

Bei beiden Varianten werden flüssige und feste Ausscheidungen getrennt, denn nur so kann eine unbedenkliche Kompostierung stattfinden.

Die Trockentrenntoiletten sind im Normalfall nicht größer als eine Toilette mit Wasserspülung. Im Korpus befinden sich zwei Behälter, einer für Urin und einer für Kot. Damit Gerüche und Feuchtigkeit gebunden werden, wird dem Feststoffbehälter Einstreu zugeführt.

Optimalerweise wird in den Feststoffbehälter für Kot eine Tüte eingelegt, die zu 100 % kompostierbar ist. Solange Urin und Kot nicht zusammengeführt werden, entstehen keine schlechten Gerüche. Durch die strikte Trennung können sowohl der Urin als auch die Fäkalien kompostiert werden.

Urintanks bei einem geschlossenen System können unterschiedlich groß sein. Geht man von einem Fassungsvolumen von 10 Litern aus und von einer Ausscheidungsmenge von durchschnittlich zwei Litern Urin am Tag, dann kann ein Zwei-Personen-Haushalt die Trockentrenntoilette circa zweieinhalb Tage nutzen, ohne dass der Behälter geleert werden muss.

Der Feststoffbehälter bei geschlossenen Systemen muss sehr viel seltener entleert werden.

Nicht nur die enorme Wasserersparnis und die gewonnene Unabhängigkeit machen die Trockentrenntoilette so attraktiv. Sie wird auch unserem stetig wachsenden Wunsch nach einem ökologisch verträglichen Handeln im Alltag gerecht. Wir wollen unseren Beitrag leisten: zum Umwelt- wie Naturschutz, und zum Wohle der nachfolgenden Generationen.

Eigenverantwortung kann jeder von uns übernehmen – die Systeme von Kildwick machen es dir einfach. Mit nachhaltig durchdachten und vorbildlich funktionierenden Lösungen für den täglichen Gebrauch: egal ob zu Hause oder in deinem Garten, ob unterwegs mit deinem Wohnmobil oder mit deinem Boot.

Weitere Informationen zum Thema richtige Entleerung, Reinigung und Pflege findest du in unserem Blogbeitrag „Der richtige Umgang“.