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Es gibt einige Erfindungen in der Menschheitsgeschichte, die unser Leben nachhaltig beeinflusst und zugegeben auch deutlich verbessert haben. Wir sparen uns an dieser Stelle wirklich alle einzeln aufzuzählen. Doch ohne Zweifel gehören das herkömmliche WC und die moderne Kanalisation dazu. Doch was, wenn sich Erfindungen im Laufe der Jahre nicht weiterentwickeln? Oder etwas anders formuliert: Sollte nicht jede Erfindung auch einmal neu gedacht werden? Die immer knapper werdenden Ressourcen von Wasser und Energie sorgen dafür, dass die Frage der Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft einnimmt. Das bestehende Sanitärsystem verbraucht eben Unmengen dieser wertvollen Ressourcen. (Dabei hat die Hälfte der Weltbevölkerung noch nicht einmal Zugang zu sicheren und hygienischen Sanitäranlagen.) Zum Wegspülen unserer Hinterlassenschaften verwenden wir Trinkwasser (3-9 Liter je nach Spülkasten) und zum Aufbereiten dieses Wasser wird wiederum enorm viel Energie benötigt. Das widerspricht den grundsätzlichen Prinzipien einer modernen Kreislaufwirtschaft.

Was ist Kreislaufwirtschaft?

In der Kreislaufwirtschaft werden ökonomische und ökologische Chancen miteinander verbunden. Materialien und Stoff sollen im Sinne der Nachhaltigkeit stets so eingesetzt werden, dass sie nicht als einfacher Abfall aus dem Kreislauf verloren gehen. Im Idealfall können und sollen sie einen möglichst langen Nutzen haben und in späteren Produktionsprozessen zurückgewonnen werden. Einfach gesagt: Lebenszyklen von Materialien und Stoffen werden verlängert und Abfälle auf ein Minimum reduziert. Kreislaufwirtschaft kann so Ressourcenprobleme lösen. Weniger Abfälle und längere Zyklen bedeuten auch eine geringere Zufuhr neuer Rohstoffe in den Kreislauf, was wiederum die Belastung der Umwelt reduziert. Das klingt doch relativ einfach, oder? Die Schwierigkeit besteht in einer ganzheitlichen Betrachtung eines Produktes. Herstellung, Materialien und Stoffe müssen von Anfang an so gewählt werden, dass eine möglichst lange Haltbarkeit gewährleistet wird und ein Großteil der Stoffe in den Kreislauf zurückgeführt werden kann.

Das Problem mit Kläranlagen

Aber werden unsere Hinterlassenschaften nicht bereits in Kläranlagen recycelt? Das stimmt leider nur bedingt. Das verwendete Wasser einer Toilettenspülung wird wieder aufbereitet, aber mehr als die Hälfte des entstehenden Klärschlamm wird laut Umweltbundesamt verbrannt, anstatt als Dünger verwendet zu werden. Es gehen also wertvolle Inhaltsstoffe und Ressourcen verloren. Im Sinne einer regenerativen Kreislaufwirtschaft sind unsere Ausscheidungen genau das: wertvolle Ressourcen, die wichtige Nährstoffe beinhalten und bei einer entsprechenden Aufbereitung einen wichtigen Beitrag zur Bodenfruchtbarkeit leisten können. Ein kleines Beispiel gefällig? 1 Liter Urin wird mit bis zu 15 Litern Trinkwasser weggespült. Das ist nicht nur ein enormer Wasserverbrauch, sondern auch ein einfaches “Wegwerfen” von Nährstoffen. Bis zu 80 % der Nährstoffe, wie Stickstoff und Phosphor, in kommunalen Abwasser stammen aus unseren Fäkalien. Eine Verschwendung, die so nicht stattfinden muss.

Was wir tun können

Wenn man also Hinterlassenschaften richtig aufbereiten würde, stellen unter anderem Trockentrenntoiletten eine riesige Chance zur Lösung von Ressourcenproblemen dar. Das ist auch unser Ansporn und ein Grund warum wir uns seit mehr als 3 Jahren um euer “Geschäft” kümmern. Natürlich sind auch wir nur ein kleiner Teil einer großen Kreislaufwirtschaft. Es gibt mittlerweile sehr viele Akteure, die sich mit diesen “Kackthemen” befassen. Das Netzwerk für nachhaltige Sanitärssysteme e.v. ist einer davon. Der NetSan e.V. versteht sich darauf verschiedene Akteure, die gemeinsam für die Sanitär- und Nährstoffwende arbeiten, miteinander zu vernetzen, den Austausch zu ermöglichen und die gemeinsame Arbeit an Projekten für den nachhaltigen und klimaschonenden Umgang mit menschlichen Ausscheidungen zu fördern. Dabei partizipieren nicht nur Menschen aus allen Bereichen, egal ob Start-Up, kleine und mittlere Unternehmen, Wissenschaft und Forschung oder Einzelpersonen. Auch wir dürfen uns seit Beginn 2022 als Mitglied des NetSan e.V. bezeichnen und sind entsprechend stolz darauf. Die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit dem Umgang menschlicher Ausscheidungen wird uns alle in den kommenden Jahren hoffentlich noch weiter beschäftigen. Selbstverständlich bedarf es noch einiges an Kommunikation und Überzeugung bei dem Thema, aber nicht nur wir sind davon überzeugt, dass nachhaltige Sanitärssysteme die Zukunft sind. Trockentrenntoiletten als Teil davon können eine regenerative Kreislaufwirtschaft fördern.
Kreislaufwirtschaft und Trockentrenntoiletten

Kreislaufwirtschaft und Trockentrenntoiletten

Es gibt einige Erfindungen in der Menschheitsgeschichte, die unser Leben nachhaltig beeinflusst und zugegeben auch deutlich verbessert haben. Wir sparen es uns an dieser Stelle, wirklich alle einzeln aufzuzählen. Ohne Zweifel gehören das herkömmliche WC und die moderne Kanalisation dazu. Doch was, wenn sich Erfindungen im Laufe der Jahre nicht weiterentwickeln? Oder anders formuliert: Sollte nicht jede Erfindung auch einmal neu gedacht werden? Die immer knapper werdenden Ressourcen von Wasser und Energie sorgen dafür, dass die Frage der Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft einnimmt. Das bestehende Sanitärsystem verbraucht eben Unmengen dieser wertvollen Ressourcen. (Dabei hat die Hälfte der Weltbevölkerung noch nicht einmal Zugang zu sicheren und hygienischen Sanitäranlagen.) Zum Wegspülen unserer Hinterlassenschaften verwenden wir Trinkwasser – drei bis neun Liter, je nach Spülkasten – und zum Aufbereiten dieses Wasser wird wiederum enorm viel Energie benötigt. Das widerspricht den grundsätzlichen Prinzipien einer modernen Kreislaufwirtschaft.

Was ist Kreislaufwirtschaft?

In der Kreislaufwirtschaft werden ökonomische und ökologische Chancen miteinander verbunden. Materialien und Stoffe sollen im Sinne der Nachhaltigkeit stets so eingesetzt werden, dass sie nicht als einfacher Abfall dem Kreislauf verloren gehen. Im Idealfall können und sollen sie einen möglichst langen Nutzen haben und in späteren Produktionsprozessen zurückgewonnen werden. Einfacher gesagt: Lebenszyklen von Materialien und Stoffen werden verlängert und Abfälle auf ein Minimum reduziert. Kreislaufwirtschaft kann so Ressourcenprobleme lösen. Weniger Abfälle und längere Zyklen bedeuten auch eine geringere Zufuhr neuer Rohstoffe in den Kreislauf, was wiederum die Belastung der Umwelt reduziert. Das klingt doch relativ einfach, oder? Die Schwierigkeit besteht in der ganzheitlichen Betrachtung eines Produktes. Herstellung, Materialien und Stoffe müssen von Anfang an so gewählt werden, dass eine möglichst lange Haltbarkeit gewährleistet wird und ein Großteil der Stoffe in den Kreislauf zurückgeführt werden kann.

Das Problem mit Kläranlagen

Aber werden unsere Hinterlassenschaften nicht bereits in Kläranlagen recycelt? Das stimmt leider nur bedingt. Das verwendete Wasser einer Toilettenspülung wird wieder aufbereitet, aber mehr als die Hälfte des entstehenden Klärschlamms wird laut Umweltbundesamt verbrannt, anstatt als Dünger verwendet zu werden. Es gehen also wertvolle Inhaltsstoffe und Ressourcen verloren. Im Sinne einer regenerativen Kreislaufwirtschaft sind unsere Ausscheidungen genau das: nützliche Ressourcen, die wichtige Nährstoffe beinhalten und durch entsprechende Aufbereitung einen wesentlichen Beitrag zur Bodenfruchtbarkeit leisten können. Ein kleines Beispiel gefällig? Ein Liter Urin wird mit bis zu 15 Litern Trinkwasser weggespült. Das ist nicht nur ein enormer Wasserverbrauch, sondern auch blankes „Wegwerfen“ von Nährstoffen. Bis zu 80 % der Nährstoffe – wie Stickstoff und Phosphor – im kommunalen Abwasser stammen aus unseren Fäkalien. Eine Verschwendung, die so nicht stattfinden muss.

Was wir tun können

Unter anderem stellen Trockentrenntoiletten eine riesige Chance zur Lösung von Ressourcenproblemen dar: einerseits weil sie ohne Wasser auskommen, andererseits weil sie es ermöglichen, durch richtige Aufbereitung aus den Hinterlassenschaften mehr herauszuholen. Genau das ist auch unser Ansporn und einer der Gründe, warum wir uns seit mehr als drei Jahren um euer „Geschäft“ kümmern. Natürlich sind auch wir nur ein kleiner Teil einer großen Kreislaufwirtschaft. Es gibt mittlerweile sehr viele Akteure, die sich mit diesen „Kackthemen“ befassen. Das Netzwerk für nachhaltige Sanitärsysteme e.V. ist einer davon. Der NetSan e.V. versteht sich darauf, verschiedene Akteure, die gemeinsam für die Sanitär- und Nährstoffwende arbeiten, miteinander zu vernetzen, den Austausch zu ermöglichen und die gemeinsame Arbeit an Projekten für den nachhaltigen und klimaschonenden Umgang mit menschlichen Ausscheidungen zu fördern. Mit dabei sind Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen, Wissenschaft und Forschung sowie Einzelpersonen. Auch wir dürfen uns seit Anfang 2022 als Mitglied des NetSan e.V. beteiligen und sind entsprechend stolz darauf. Die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung, wie wir mit unseren menschlichen Ausscheidungen umgehen müssen, wird uns alle in den kommenden Jahren hoffentlich noch weiter beschäftigen. Selbstverständlich bedarf es noch einiges an Kommunikation und Überzeugung bei dem Thema, aber nicht nur wir sind davon überzeugt, dass nachhaltige Sanitärsysteme die Zukunft sind. Trockentrenntoiletten sind ein Teil davon und können eine regenerative Kreislaufwirtschaft fördern.

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